Herzlich willkommen am

Frankenwald-Gymnasium Kronach

Fördern von Werten in der Gemeinschaft

Zum Schulprofil

Rund ums FWG

News am FWG

Das Sekretariat ist in den Sommerferien zu folgenden Zeiten besetzt:

 

01.08. bis 05.08.2022 von 9.00 bis 12.00 Uhr

 

Mittwoch, 10.08.22 von 10.00 bis 12.00 Uhr

Mittwoch, 17.08.22 von 10.00 bis 12.00 Uhr

Mittwoch, 24.08.22 von 10.00 bis 12.00 Uhr

 

29.08. bis 02.09.2022 von 9.00 bis 12.00 Uhr

05.09. bis 09.09.2022 von 9.00 bis 12.00 Uhr

 

Der Krieg in der Ukraine tobt weiter, neue russische Angriffswellen begegnen zunehmend besser ausgestatteten ukrainischen Militärs. Und die westliche Welt beginnt darüber zu streiten, wie man den Konflikt beilegen kann, um die Gefahr eines möglichen Atomkrieges zu bannen.

Es ist nicht die erste Debatte, die das Frankenwald-Gymnasium in Kronach über den Krieg in der Ukraine führt. Doch mit jeder Debatte ändert sich ein wenig der Fokus auf den Krieg. Ein von Angst ergriffenes Publikum lauschte den Ausführungen der damaligen Debattengäste: Von einem entschlossenen Auftreten gegen Russland war die Rede, von der Sorge eines um sich greifenden Krieges sprach man, davon, dass man der Ukraine beistehen müsse; die erste Debatte endete und zwei Tage später brach der Krieg aus. Alle skizzierten Szenarien, das Hoffen auf ein russisches Einlenken, es war verflogen mit dem Rauch der ersten Bomben und Raketen, die auf die Ukraine abgeworfen, abgeschossen worden waren. Im Juni traf man sich erneut, dieses Mal digital. Es war die ernste Sorge, die Ukraine verliere wahrscheinlich den Krieg, denn die zugesagte Unterstützung hörte sich gut an, die versprochenen Waffenlieferungen ließen auf sich warten und die westliche Welt, so schien es, zierte sich ein wenig, spielte sich ein wenig den Ball der Verantwortung zu, das entschlossene Handeln scheinbar vergessend.

Mittlerweile ist Juli! Nunmehr führen beiden Seiten einen entschlossenen Krieg, nunmehr führen beide Seiten einen Krieg mit annähernd gleichen Möglichkeiten, so meint man. Die Ukraine ist mittlerweile mit Waffen aus dem Westen ausgestattet, ist mittlerweile in der Lage, russische Waffenlager anzugreifen und dem russischen Militär empfindliche Niederlagen beizufügen; Russland auf der anderen Seite scheint überrascht, verstärkt die Raketenangriffe auf die Ukraine, verstärkt das kriegerische Bellen seiner in der Verantwortung stehenden Politiker und sieht sich konfrontiert mit der Tatsache, dass die eigene Truppe scheinbar die Glauben an den Sieg zu verlieren meint.

Ein Ausgleich zwischen zwei Mächten, der eigentlich nicht möglich ist, nicht möglich sein darf: Eine Atommacht auf der einen Seite, die zusehends mit einer Realität konfrontiert wird, die Moskau nicht gefallen kann, nicht gefallen wird, die vielmehr in Moskau zu Planspielen anregen wird, die dem Westen nicht gefallen werden. Ist nicht in diesen Tagen Putin nach Teheran gereist? Als ob der eine Autokrat dem anderen Autorkaten beizustehen sich erlaubt. Ein Bild, das man bereits kennt, ein schockierendes, ein beängstigendes Bild, das bereits früher über die Bildschirme geflimmert ist, als Putin sich mit den chinesischen Autokraten traf und dem Westen unverblümt anzeigte, dass durch dessen Politik eine Allianz der Autokraten zu entstehen scheint.

Auf der anderen Seite ein Staat, der festhält an den Grundbedingungen des Völkerrechts: Selbstbestimmung, Souveränität und territoriale Integrität. Ein Staat, der lediglich auf seinem Recht der Selbstverteidigung pocht und dabei diejenigen um Hilfe bittet, die im Zuge dieses Konflikts immer wieder betont haben, dass die westlichen Werte in den weiten Landschaften der Ukraine, vor allem aber im Donbass verteidigt werden.

Und dazwischen entbrennt derzeit eine Debatte darum, ob die Bundesrepublik Waffen an die Ukraine liefern dürfe. In dieser Gemengelage debattierten am 18. Juli der Fraktionsvorsitzende der FDP im Bayerischen Landtag, Martin Hagen, die friedenspolitische Sprecherin der Fraktion der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Anne Franke, und der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Oberfranken, Michael C. Busch.

Schon zu Beginn der Debatte stellt man fest, dass man der Ukraine helfen müsse. Beistehen müsse! Es sind die altbekannten Narrative; sie sind nicht verwerflich, sie stellen lediglich den Ist-Zustand eines Krieges fest, der nicht nur gegen das Völkerrecht verstößt, sondern der den Europäern die bis dahin bekannte friedliche Welt zerstört. Es sei ein Verbrechen, stellt Busch in diesem Zusammenhang unumwunden fest; folglich müsse man, auch um an den Werten des Völkerrechts festzuhalten, der Ukraine beistehen, damit dieses Land in die Lage versetzt werde, sich zu verteidigen. Solchen Ausführungen stimmt man unumwunden zu; gleichwohl fragt man sich bereits hier, ob man Angst haben muss vor den Folgen dieses Bekenntnisses. Sei man bereit, auch die Option eines damit verbundenen, möglichen Atomkrieges in Kauf zu nehmen? „Das kann ich mir nicht vorstellen. Diesen letzten Schritt, der die eigene Vernichtung ebenso einschließt, das kann ich mir nicht vorstellen.“, so Hagen. In Moskau mögen zwar Autokraten am Spieltisch der Welt stehen, aber auch diese Autokraten sind einem weltpolitischen Spiel der Vernunft unterworfen.

Ein Spiel der Vernunft in einer Welt der unvernünftigen Machtproben, so scheint es. Als ob die internationale Gemeinschaft ungewollt zurückgekehrt ist in eine Welt, in der derjenige entscheidet, der Macht hat, der Atomwaffen besitzt, der dadurch seinen Partnern die Bedingungen diktieren kann, seine Regionen durchherrschen kann, seine Vasallenstaaten prügeln kann - bisweilen sogar erobern kann, sofern diese es wagen, sich gegen den Willen des Hegemon zu stellen.

Ein waghalsiges Spiel der Vernünftigen und deren Einsicht in ihre bedauernswerten Abhängigkeiten: Die zu Beginn des Krieges existente und ehrlich gemeinte Solidarität mit der Ukraine weicht dem bangen Blick auf die in die Höhe schnellenden Preise an den Zapfsäulen der Republik und das klamme Gefühl, dass der ferne Krieg in der Ukraine langsam auch Deutschland übergreift, entkleidet sich zunehmend in eine nachvollziehbare Sorge, ein Runzeln auf der Stirn … Und die noch im Februar bekannte Solidarität, das ehrliche Einstehen für die bedrohte Ukraine, wandelt sich stetig in ein Gefühl der Distanz, ein Fragen danach, wohin dieser europäische Konflikt den Kontinent noch mitziehen wird …

Und doch, so Frau Franke zu Beginn der Debatte: „Die Ukraine hat ein Recht, sich zu verteidigen.“. Nicht nur dieser Krieg, sondern auch schon die Kriege Russlands zuvor, zeigen an, dass Ziele und Grundsätze der UN-Charta missachtet werden, dass man das Recht, welchem man sich unterworfen hat, bisweilen mit fadenscheinigen Legitimationen ausgehebelt hat. Man verfolgt ein angeblich faschistisches Regime in der Ukraine, man will das angeblich bedrohte Volk befreien von seinen Machthabern; eine schräge, obskure Sicht Moskaus auf die demokratische Realität eines legitimen Präsidenten, der sein Land in den Westen zu führen sich erlaubt.

Im Entschließungsantrag der Fraktionen des Bundestages – mit Ausnahme der Fraktion der AfD und der LINKEN – vom 28. Februar 2022 hieß es: „Die Bundesrepublik Deutschland steht fest und unverbrüchlich an der Seite unserer ukrainischen Freundinnen und Freunde. Wir teilen die Werte der Demokratie, Freiheit und des Friedens. Diese Werte und die Menschen, die dafür einstehen, werden wir niemals aufgeben.“ Man stehe an der Seite der Ukraine. Nur was bedeutet dies. Ist dies eine Verpflichtung? Wenn ja, zu was?

Die friedenspolitische Sprecherin der GRÜNEN führt in diesem Zusammenhang aus, dass man die Ukraine, auch mit Waffen, unterstützen muss; gleichwohl aber muss man die diplomatischen Bemühungen forcieren, Russland anzeigen, was man verlangt, um die Sanktionen zurückzunehmen. Russland wird aber erst dann zu ernsthaften Verhandlungen bereit sein, wenn Putin erkennt, dass er auf dem Verhandlungsweg mehr erreichen kann als mit militärischen Mitteln. Ein vernünftiges Ansinnen. Kein kopfloses Aufgeben ukrainischer Rechte. Ihre Ausführung bewegt sich dabei im Fahrwasser der bundesdeutschen Außenministerin, Frau Baerbock; dem STERN gegenüber erläuterte sie am 13. Juli: „Welches Recht hätte ausgerechnet eine deutsche Außenministerin, für die Ukraine zu entscheiden, welchen Teil ihres Landes sie bitte schön abgibt, wie viele Millionen ihrer Bürgerinnen und Bürger sich Russlands Herrschaft zu unterwerfen haben?“

Man muss doch das große Ganze sehen. Ein leicht daher gesprochener Satz. Ein Bemerken der eigenen Abhängigkeiten, ein wohlwollendes Wegschauen ob der Tatsache, dass man naiv diese Abhängigkeiten zugelassen hat. Als ob man den Autokraten und dessen expansive, dessen aggressive Außenpolitik nicht hat wahrnehmen wollen! Als ob man, einem fatalen Glauben aufgesessen, darauf gebaut hat, dass der Despot Putin, dass Russland sich beruhigen werden.

Ein notwendiges Blindschauen ob der Kriege des ehemaligen KGB-Agenten in Georgien, Tschetschenien und der Krim! Und ein fragwürdiges Hinauffahren deutscher Abhängigkeiten von russischen Rohstoffen! „Als ob man nichts aus dieser Geschichte gelernt hat.“, so Tobias Pohl: „Nunmehr geht man neue Abhängigkeiten mit neuen Autokraten ein!“

Man muss doch das große Ganze sehen. Man spielt doch aber mit der Gefahr eines Atomkrieges, je länger der Krieg in der Ukraine andauert. Ein Vorwurf an die Bundesregierung, von denen vorgebracht, die sich in mehreren offenen Briefen gegen jede Waffenlieferung aussprechen, die sich in mehreren offenen Stellungnahmen dafür einsetzen, dass der Krieg in der Ukraine auf Initiative des Westens beendet werden muss.

Wenn wir diesem Narrativ folgen würden, so Hagen, dann werde unsere Position unglaubwürdig, dann könnten wir zwar einerseits von Werten sprechen, andererseits aber diesen Werten nicht mehr das moralische Gewicht verleihen. „Wie reagieren wir, wenn Litauen angegriffen wird, wenn Polen angegriffen wird, wenn … Ich möchte mir nicht ausmalen, was geschieht, wenn Russland nach weiteren Staaten im Osten Europas greift.“, der der FDP-Politiker energisch. Keine obskure Ausführung, vielmehr eine beängstigende Weitsicht ob der Tatsache, dass Putin an die Zeiten von Stalin erinnert, an die Zeiten von Peter dem Großen, an Zeiten, in denen ein russisches Imperium weite Teile des Ostens Europas kontrolliert hat, mit harter Hand unterjocht hat, mit Gewalt unterworfen hat.

Verpflichten bedeutet in diesem Moment, dass man Waffen liefert. Die Debatte, ob man Waffen liefert oder nicht, die müßige Unterscheidung zwischen Offensiv- und Defensivwaffen, ist eine Scheindebatte. „Ich weiß nicht, warum wir uns in Deutschland diese Debatte leisten.“, so Busch im Zuge der Debatte: „Die Dinge liegen dieses Mal recht eindeutig vor uns. Wir unterstützen keinen expansiven Krieg der Ukraine, wir unterstützen ein Land, das mit den wenigen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, lediglich sein Recht auf Existenz verteidigt.“

Ist die Zeit angesichts der Beugung des internationalen Rechts, angesichts der Tatsache, dass zunehmend Menschen in Deutschland zu zweifeln beginnen am einstmals entschlossenen Auftreten gegenüber Russland, dass man lieber wieder zurückkehren will zu alten Verhältnissen und damit mit einer gewissen Gleichgültigkeit in Kauf nimmt, dass ein geschundenes, von Krieg zerstörtes Land auf lange Sicht erobert und zerstört wird, ist die Zeit des Pazifismus vorbei?

In dem Appell „Waffenstillstand jetzt!“, u.a. von Richard David Precht, veröffentlich in der ZEIT am 29. Juni fordert man Folgendes: „Verhandlungen bedeuten nicht […] der Ukraine eine Kapitulation zu diktieren. Einen Diktatfrieden Putins darf es nicht geben. Verhandlungen bedeuten auch nicht, etwas über den Kopf der Beteiligten hinweg zu entscheiden. Die internationale Gemeinschaft muss vielmehr alles dafür tun, Bedingungen zu schaffen, unter denen Verhandlungen überhaupt möglich sind. Dazu gehört die Bekundung, dass die westlichen Akteure kein Interesse an einer Fortführung des Krieges haben und ihre Strategien entsprechend anpassen werden.“

Ist es so einfach? Schaffung von Bedingungen: Ein Einmischen in das Recht der Selbstbestimmung eines freien Volkes, ein Aufgeben von Waffenlieferungen. Das Ausliefern eines Volkes. Alsdann der messerscharfe chirurgische Eingriff eines Autokraten aus Moskau! Der Erhalt des großen Ganzen!

In einer Demokratie muss man den Diskurs pflegen: Man muss sich zuhören, man muss Argumente austauschen und den Widerspruch aushalten; das ist die Geschäftsbedingung von Demokratie! Folglich ist es nicht zielführend, wenn die einen den anderen Arroganz in der Debatte vorwerfen.

Eine Debatte zu führen, heißt aber nicht, zu vergessen, woher wir kommen und wer wir sind. Die merkwürdigeanmutende Argumentation derjenigen, die über die Köpfe eines um seine Existenz kämpfenden Volkes zu entscheiden sich erdreisten, ist auch notwendiger Teil des demokratischen Diskurses. Dass man denjenigen aber Gleichgültigkeit vorwirft, bisweilen sogar Geschichtsvergessenheit, ist die logische Konsequenz eines um sein Erbe wissenden Demokraten.

„Wir können nicht immer von demokratischen Werte sprechen, wir können nicht immer unseren Beistand bekunden, den bedrohten Völkern zurufen, wir wollen ihnen helfen, und dann diese Hilfe billig vergessen im Angesicht steigender Preise und der möglichen Konsequenz eines moralischen Auftretens, der möglichen Folge eines Bekenntnisses auf demokratische Spielregeln.“, so Tobias Pohl im Zuge der Debatte. „Die Idee des Pazifismus lebt! Sie gibt uns Optionen an die Hand. Wir müssen aber einsehen, dass der Preis der Freiheit etwas von uns verlangt, dass die Verteidigung der Demokratie, auch im internationalen Raum, fordert, dass man Worten Taten folgen lässt!“, so der Moderator.

Es geht um Wehrhaftigkeit! Oder? „Pazifismus war für mich nie ohne Wehrhaftigkeit denkbar.“, so Busch: „Aber wir brauchen ihn als Spiegel für alle Überlegungen, die Krieg, Gewalt, Abschreckung, ja auch Waffenlieferungen rechtfertigen wollen. Pazifistische Argumente sind dabei immer mitzudenken.“

Es geht nicht nur um Wehrhaftigkeit. Es geht darum, dass die westliche Welt einsehen muss, dass jede notwendige Rhetorik, jede Rede, jede Erklärung stets die Folge einer logischen Tat beinhaltet. Beinhalten muss! Denn es geht um Glaubwürdigkeit, um Beständigkeit gegenüber denen, denen man beizustehen gedenkt, um Loyalität - und das Vertrauen in diejenigen Überzeugungen, die gemahnen, dass ein Imperativ mehr ist als nur ein dem Stimmungsgrad der Bevölkerung angezeigtes Lächeln!

Die logische Tat in diesem Fall ist, dass man nicht nur Waffen liefert, sondern Bedingungen aufstellt, wie man aus diesem Konflikt herauskommt, Bedingungen aufstellt, wie eine Eskalation verhindert werden kann. Bedingungen formuliert, die jedes Kleinmachen der Ukraine vermeidet. Denn die Ukraine ist kein Spielball im großen Ganzen der Welt!

 

Ein ungewohntes Format, das zusehends in Gewohnheit überführt wird: Ursula Sowa, Mitglied des Bayerischen Landtages für die GRÜNEN, und Manfred Eibl, Mitglied des Bayerischen Landtages für die Freien Wähler, diskutierten am Montagabend im am Frankenwald-Gymnasium Kronach nunmehr etablierten Format „Um die Zukunft -Gestritten“, wie die Zukunft des Bauens aussehe; zwischen den beiden digitalen Fenstern moderierte Tobias Pohl, Leiter des Arbeitskreises Politik am Frankenwald-Gymnasium die engagierte Debatte.

Bauen sei nicht nur die Beschäftigung mit dem Bauen, Bauen sei vielmehr auch die Beschäftigung mit dem Nichtbauen, eröffnete Sowa in ihren Eingangsstatement die Debatte. Es gehe dabei darum, die vorhandene Bausubstanz zu nutzen, zu überlegen, wie man diese verwenden, wie man diese sanieren, wie man diese umbauen könne. Mittlerweile müssen wir vorsichtig bauen, so die GRÜNEN-Politikerin: „Es geht auch darum, anzuerkennen, dass bestimmte Ressourcen knapp werden, dass Energiepreise steigen und dadurch das Bauen wie das Wohnen immer teurer wird.“

Dem entgegen macht Eibl zu Beginn der Debatte darauf aufmerksam, dass man unterscheiden müsse zwischen einem ländlichen und einem städtischen Raum. „Der ländliche Raum hat aufgeholt, bietet Möglichkeiten, bietet Perspektiven.“, so der Politiker der Freien Wähler. Verbote, Zwänge, so diese die Preise unnötig in die Höhe treiben würden, brächten nichts. „Es muss uns um bezahlbares Wohnen und bezahlbares Bauen gehen. Und das schafft man nicht, indem man denjenigen, die sich zum Bauen entschließen, immer weitere Vorgaben macht, wodurch das Vorhaben immer teurer wird.“, so der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr im Bayerischen Landtag. Mittlerweile schießen auch die Preise für das Bauen im ländlichen Raum durch die Decke.

Die GRÜNEN-Politikern stimmt ihrem Ausschusskollegen im Grundsatz zu: Es gehe doch aber darum, langfristig zu denken, langfristig die Kosten zu minimieren. Dabei räumt sie ein, dass ein Bau zu Beginn durchaus Kosten fordert, dass diese Kosten sich aber langfristig aufgrund von Effizienz, Effektivität und Nachhaltigkeit rechnen.

Ernüchternd stellen an dieser Stelle beide Politiker fest, dass die Zeit des klassischen Einfamilienhauses wahrscheinlich vorbei ist: Die Kosten für ein solches klassisches Bauvorhaben können sich junge Familien kaum leisten; da hilft es nicht viel, dass der derzeitige Trend des zu bauenden Wohnraums dahin geht, dass Familien mittlerweile mit ungefähr 130 Quadratmetern zufrieden sind.

Es ist der Wunsch nach einem angemessenen Umfeld, der den Bau neben den ohnehin schon hohen Kosten noch teurer macht. „Man baut sein Haus nicht irgendwo in die Landschaft, vielmehr baut man in eine intakte, eine ansprechende Umgebung.“, so die Architektin Sowa. Es gehe um die Frage nach Angeboten für die Familien, um Kita-Plätze, um die notwendigen Geschäfte in der Nähe, die Schule in der Nähe … Es geht um die Minimierung der Wege, die Minimierung möglicher kommender Fixkosten, schlicht die Erhöhung von Lebensqualität. „Der ländliche Raum hat hier aufgeholt.“, hält Eibl entgegen; der ländliche Raum kann diese Bauinfrastruktur mittlerweile bieten, denn Homeoffice sowie die Veränderungen im öffentlichen Personennahverkehr machen dies möglich.

Und doch: Es scheint, als seien alle bisherigen Antworten auf die zunehmend explodierenden Kosten des Bauens uns Wohnen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie verpuffen zu schnell. Es gibt zwar Förderungen, beide Politiker weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, jedoch die für junge Familien zu berappenden Summen führen schlicht dazu, dass diese Familien Zeit ihres Lebens damit zu tun haben, die Kredite und die Zinsen der Kredite abzustottern. Es ist nicht mehr das Gefühl, dass man sich mit jeder Rate freischwimmt von Kosten, die man zu Beginn des Baus auf sich genommen hat; es ist vielmehr die Beklemmung, dass die Kosten zwar minimiert werden, die Wegstrecke aber einem doppelten Marathon gleichzukommen scheint. Ein Gefühl, das nicht nur ernüchternd wirkt, vielmehr beängstigend und abschreckend, vielmehr so, dass sich Familien ein Bauvorhaben nicht mehr zutrauen.

„Wir müssen hier neue Wege gehen.“, so die GRÜNEN-Politikerin. Das klassische Einfamilienhaus muss durch neue Formen des Bauens und Wohnens ersetzt werden: Es geht um Mehrfamilienhäuser, Mehrgenerationenhäuser. „Dadurch werden die Kosten nicht nur aufgeteilt, vielmehr investiert man hier in Lebensqualität, in Arbeitsteilung, in die Zukunft.“, so Sowa. So könne man die Betreuung der Kinder in einem Mehrfamilienhaus durch Flexibilität und gegenseitige Unterstützung organisieren.

Trotz allem muss man, so man sich zum Hausbau entschließt, nicht nur die Ressourcen schonen, sondern vielmehr auch den Leerstand neu betrachten. „Nutzen wir das, was da ist.“, so Eibl. Dadurch minimieren wir auch die Kosten.

Schließlich, so die beiden Debattanten weiter, müsse man das Bewusstsein derjenigen, die bauen wollen würden, dafür schärfen, dass man sich mit Baustoffen anfreundet, die noch vor Jahren ungewohnt gewesen sind, gar belächelt worden sind. „Vor Jahren sind wir für unseren Vorschlag ausgelacht worden, dass man mit Holz bauen muss.“, so die GRÜNEN-Politikern. Holz sei nicht der einzige alternative Baustoff, man könne auch mit Lehm arbeiten, so Eibl: „Das setzt aber voraus, dass die Handwerksbetriebe sich mit den speziellen Techniken auseinandersetzen.“ Die Verarbeitung von Lehm, eine Bautechnik, die man vorzugsweise aus Norddeutschland kennt, ist nicht so einfach! Der klassische Bau, der Gebrauch von Zement, der Verbrauch von Zement, ist - da sind sich beide Mitglieder des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr einig - vorbei, allein deshalb, weil das Verbauen von Zement weder ressourcen-, noch umweltschonend ist.

Abschließend betonen beide, dass man in Zukunft das Bauen neu denken muss. Die Wissenschaft auf der einen Seite, das Experimentieren auf der anderen Seite, beides ist sehr weit; worum es nunmehr geht, ist dieses Wissen, diesen Mut in die Breite der Bevölkerung zu bringen.

Die Zukunft des Bauens, die Zukunft des Wohnens hat gerade erst angefangen!

 

 

Eigentlich ist es fester Bestandteil des Schuljahres und zugleich Möglichkeit, abseits von allem Unterrichtsgeschehen und am Ende eines Schuljahres Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben. Allerdings musste das Schulfest des Frankenwald-Gymnasiums in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt ausfallen: „Umso glücklicher ist die Schulfamilie des FWG, am heutigen Freitag endlich wieder diesen Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Schule begehen zu können“, freut sich auch Schulleiter Harald Weichert.  Das Schulfest beginnt heute für alle Gäste um 15 Uhr und bietet ein rundum buntes Programm. Höhepunkte sind sicherlich neben dem Auftritt der Schülerband die Ehrung der Fußballer aus den 5. und 6. Klassen für deren Gewinn der bayerischen Vize-Meisterschaft. Zudem präsentieren die „Robo-Freaks“ als Europameister der „First Lego League“ einen Einblick in ihr preisgekröntes Projekt. Weitere Höhepunkt sind die Ausstellung der Fachschaft Kunst im Untergeschoss und die diversen Aktionen der einzelnen Klassen. Der Elternbeirat lädt zum gemütlichen Kaffeetrinken in den Sonnenhof der Schule ein. Das offizielle Ende des Schulfestes ist um 18 Uhr. Das Schulfest richtet sich auch an diesem Jahr an Eltern, Verwandte und Freunde der Schülerinnen und Schüler, aber auch an alle anderen Freunde und „Ehemaligen“ des FWG.

Fußball-Jungs des Frankenwald-Gymnasiums sind nordbayerischer Meister in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2010/2011)

Bereits 2019 wollte die damalige Big Band des Frankenwald-Gymnasiums nach dem bestandenen Abitur zahlreicher Mitglieder in der damaligen Besetzung ihr Abschlusskonzert geben – doch dann kam Corona. Mit fast dreijähriger „Verspätung“ löste das Ensemble von Ralf Probst nun vor kurzem sein damaliges Versprechen im Kreiskulturraum ein – und riss bei der „FWG-Big Band Night“ das begeisterte Publikum regelrecht aus den Sitzen!