Shakespeare erobert die Schule

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Die Theatergruppe der Unterstufe verzaubert ihre Gäste mit einer amüsanten Version von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“.

Unter der Regie von Julia Sand erarbeitete sich die Unterstufen-Theatergruppe eines der beliebtesten Werke William Shakespeares, „Ein Sommernachtstraum“. Ein weites Feld für unterschiedliche Inszenierungen, das Julia Sand mit sehr viel Witz, Ironie und Humor auf die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe zugeschnitten hatte. Zwar fielen den sehr gut auf ihre Rollen, Texte und Schauspielkunst (Bewegung, Gestik, Mimik) eingestellten Bühnenkindern die Reime schwer. Aber das zu spielen, fiel wiederum leicht, da es zu ihrem Rollenverständnis gehörte. Schüler spielen Schüler Alle spielten nämlich Schulkinder, die ein Stück spielen, in dem Schüler ein Stück spielen, über das sie sich auch aufregen können. In dem sie mit ihren Rollen unzufrieden sind, die alte Sprache und ihre Reime kritisieren oder einander mobben. Das von Shakespeare gewollte Verwirrspiel der verschiedenen Handlungsebenen wird durch diese raffinierte Inszenierung noch witziger und chaotischer, so dass das Publikum des sehr gut besuchten Theatersaals seine helle Freude hatte. Dieses märchenhafte Stück mit Elfen, Kobolden und antiken Protagonisten fand vor einem Bühnenbild statt, das eine bunte blühende Lichtung im Wald vorstellt und sehr engagiert von Mirjam Gwosdek und Alexandra Reiter konzipiert wurde. Der Dank galt auch dem Revierförster Hanke, der die Kulisse mit Bäumen lebendig wirken ließ. Die Technik leistete hervorragende Lichter und geheimnisvolles Dunkel, das die Spannung unterstützte. Und die als hilfreich gelobte Souffleuse Katharina Kolb war im Publikum nicht zu vernehmen.

Und so konnte mit vielen Schüler- und Lehrkräften aller Schulstufen die Produktion von Bühnenbild, Technik und Verpflegung zu einem runden, in sich stimmigen und freudigen Ereignis werden. Wegen eines Streits unter Erwachsenen, Elfenkönig Oberon (Emilia Brecklein / Lena Suranovsky) und seiner Frau Titania (Hannah Schwappacher / Matilda Gremer), gehen Freundschaften unter Schulkindern auseinander. Oberons Ärger lockt den vorwitzigen Kobold Puck (Lara-Sophie Probst / Greta Bocklet) auf den Plan, der mit einer Zauberblume für Verwirrung sorgt. Titania verliebt sich in einen Esel. Lysander (Lotta Rebhan) und Demetrius (Justus Basler) umschwärmen die falsche Freundin, Helena (Jasmin Kolb / Andrea Gajic). Die Folgen der Untaten Oberons und Pucks greifen auf die Theatertruppe in der Theatergruppe über, die als Handwerker ein Stück, eben den Sommernachtstraum, für die Hochzeit des Bürgermeisters einstudieren, so dass Verwirrung und Chaos wachsen. Bis am Ende dank Puck und vieler helfender Elfen alle aus ihren Träumen erwachen und sich fragen, ob sie alles im Schlaf erlebte, miteinander aufarbeiten sollten. Aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht das Thema für eine weitere Komödie. Die Darstellung samt Teams und die Darsteller wurden mit großem anhaltendem Applaus bedacht und anschließend gefeiert. (Peter Müller, NP)

 

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