„M&Ms“ am FWG

 

Sie tragen ihr Ziel in ihrem Namen: Die „Mut-Macher“ zeigen dir, wie man mutig durch den Alltag kommt und anderen zur Seite stehen kann

Mut machen, das kann doch jeder! Aber kann dir auch jeder helfen, wenn du geärgert wirst und dir niemand hilft? Oder wenn du alleine bist und du nicht mehr weiter weißt? Oft traust du dich nicht, Probleme deinen Eltern oder Lehrern anzuvertrauen. Und genau dann brauchst du jemanden, der dich unterstützt und dir zur Seite steht. Eine Gruppe an unserer Schule, die genau das zu ihrem Spezialgebiet erklärt hat, heißt die „Mut-Macher“!

Wer sind die „Mut-Macher“?

Die „Mut-Macher“ sind eine Gruppe von ungefähr 15 Schülerinnen und Schülern, die sich am FWG dafür einsetzen, dass hier keiner ausgegrenzt wird. Dafür haben sie über die Jahre verschiedene Workshops erarbeitet, bei denen man erfahren kann, wie man sich gegen vermeintlich Stärkere behaupten kann, indem man Zivilcourage beweist, d.h. also den Mut aufbringt, sich für andere einzusetzen.

Wie kam es zu den „Mut-Machern“?

Schülerinnen und Schüler des FWGs hatten vor einigen Jahren den Wunsch, eine Schülergruppe zu gründen, die Mitschülern in Problemsituationen hilft. Durch Mithilfe des Kreisjugendrings wurde die Projektgruppe "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ins Leben gerufen. Nach einer eindrucksvollen Auftaktveranstaltung und einigen Projekten wurde das FWG offiziell zu einer "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" erklärt. Wenn du am Haupteingang des FWGs nach der ersten Tür nach rechts schaust, siehst du den Beweis: Dort hängt über den Fotos der Lehrkräfte eben auch das Schild, das dem FWG bei der Veranstaltung übergeben wurde. Es bedeutet: An dieser Schule wird keiner ausgegrenzt und schon gar nicht weil er eine andere Hautfarbe, eine andere Religion hat und sonst irgendwie „anders“ ist. Die „Mut-Macher“ sorgen dafür, dass dieses Versprechen eingehalten wird: Sie wollen, dass das FWG ‚bunt’ ist und auch so bleibt; denn wenn alle gleich sind, ist das ganz schön langweilig.

Damit die Ziele der „Mut-Macher“ der Schulfamilie des FWGs immer im Gedächtnis bleibt, planen sie diverse Veranstaltungen. Sehr beliebt sind die Workshops in den 8. Klassen, bei denen die „Mut-Macher“ ihren Mitschülerinnen und Mitschülern praktisch vor Augen führen, wie man sich in bedrohlichen Situationen behaupten kann und wie man sich mutig verhalten kann, ohne gleich die Muskeln spielen zu lassen.

Ein ganz neuer Schwerpunkt ist die Begegnung mit Asylbewerbern in Kronach. Immer mehr Flüchtlinge kommen auch nach Kronach, weil ihr Zuhause zerstört wurde und weil sie in ihrem Heimatland einfach nicht mehr sicher sind. Die „Mut-Macher“ wollen zusammen mit den „Conflict Guides“ am FWG den Kontakt zu diesen Menschen suchen und auch ihnen Mut machen, indem sie ihnen verdeutlichen: Ihr seid hier willkommen! Wir interessieren uns für eure Schicksale! Erzählt uns von euch!

Mit diesen Begegnungen wollen die Mut-Macher auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dazu auffordern, sich ein eigenes Bild von den Asylbewerbern zu machen. Oft hört und liest man Falsches über sie. „Nur wenn man mit den Betroffenen spricht, kann man sich ein eigenes Bild von deren Situation machen“, erklärt beispielsweise „Mut-Macherin“ Lena aus der 10. Klasse. Man darf gespannt sein, was die „Mut-Macher“ auch auf diesem Gebiet noch leisten werden. Langweilig ist es ihnen auf jeden Fall nicht; und wenn du Lust hast, mehr über die „Mut-Macher“ zu erfahren und später Teil dieser Gruppe zu werden, dann sei mutig und sprich einfach einen der „Mut-Macher“ an!