Labor für moderne Technologien
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www.fwg-labor.de

Technik für den Nachwuchs begreifbar zu machen ist nicht nur im wissenschaftlichen Schulunterricht ein großes Ziel, sondern in der modernen Welt beinahe unverzichtbar. Und während Medientechnik, Smartphone und Computer schon lange alltäglich sind, hat man 3D-Drucker zwar mal im Fernsehen gesehen, aber selbst damit gearbeitet haben wohl die wenigsten.

Das FWG möchte nach dem Vorbild der FabLab-Bewegung seinen Schülern ab dem Schuljahr 2015/16 die Möglichkeit bieten sich mit modernen Hightech-Geräten auseinander zu setzen und die graue Theorie des Unterrichts in der Praxis umzusetzen. Nach langer Planungsphase und etlichen Besuchen von Technologiemessen, FabLabs in Bayern und Thüringen und Fortbildungen zum Thema, konnte in Zusammenarbeit mit der Schulleitung nicht nur ein Raum für die Einrichtung eines Technologie- Labors gefunden werden, auch die ersten Geräte haben Einzug gehalten und werden bereits unter Anleitung rege genutzt. Ein 3D-Drucker der samt 3D-Scanner sowie ein Folienplotter und eine T-Shirt Presse bilden zunächst den Kern des Labors. Werkzeug, Messgeräte, Lötstation und Stromquelle werden bei Bedarf durch die Fachschaft Informatik zur Verfügung gestellt. Die Netz-AG von StD Berger beheimatet deshalb auch die Schülerinnen und Schüler des neuen Wahlkurses, die sich in die Maschinen einarbeiten und deren Betreuung und Wartung mit übernehmen werden.

Die benötigten Computer wurden von den Schülern selbst aus teils ausrangierten, teils defekten PC´s, repariert, konfiguriert und installiert. Nach und nach ist eine Einarbeitung in die verschiedenen Aspekte von Soft- und Hardware geplant, was im Falle des Folienplotters schon sehr gut und schnell funktioniert. Bildbearbeitung, Design und Umsetzbarkeit auf die Technik sind nur wenige Aspekte mit welchen sich die Jugendlichen auseinandersetzen – ganz nebenbei und mit dem Ziel das perfekte T-Shirt- Unikat zu erschaffen. Natürlich gehört auch Fingerfertigkeit, Kraft und Umsicht zu den Eigenschaften, die sich die Labortruppe aneignen muss, wenn sie eine 30kg Presse mit mehr als 100°C bedient. Am Tag der offenen Tür im vergangenem Jahr konnten sich Eltern, Mitschüler und auch Herr Dr. Morsch selbst davon überzeugen, dass es gar nicht so einfach ist, die Presse korrekt zu schließen wenn man die richtige Technik noch nicht raus hat. Getreu dem Motto: „Gebt mir einen Hebel und ich … schließe euch eine heiße T-Shirt-Presse“, haben die Jungs und Mädels durch lange Übung mittlerweile eigenen Techniken, der Monsterpresse Herr zu werden.

Und die Idee verbreitet sich. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits Auftragsarbeiten der Schulband, des AK Sports und von Kollegen und Mitschülern bearbeitet und testen alles, was die Technik hergibt. Kann man Filz bedrucken? Wo gibt es günstige T-Shirts? Wie kann ich den Plotter so kalibrieren, dass er auch dickere Folie sicher schneidet? Und was müssen wir wie abrechnen, damit das Labor sich selbst tragen kann?

Natürlich ist auch der 3D- Drucker in Nutzung. Etliche Lehrkräfte des FWG gibt es mittlerweile als kleine Büsten, eingescannt, bearbeitet und ausgedruckt. In manchem Falle gab es schon heftige Diskussionen mit den Schülern, MANN war der Meinung es seien doch noch viel mehr Haare am leicht ergrauten Hinterkopf!

Nach eher einfachen Scans und Drucken, beschäftigen sich die Schüler zunehmend mit der Fertigung ganzer Systeme aus dem Drucker. Ob Unterrichtsmaterialien für den Geometrie- Unterricht, physikalische Konstruktionen oder selbst designten Schlüsselhalterungen, alles kann am Computer erstellt und direkt auf den 3D- Drucker umgerechnet werden. Aktuell wird eine Analoguhr nachgebaut, komplett aus dem Drucker. Da wird auch der Feinmechaniker im FWG’ler beansprucht.

Neben den Mitgliedern der Netz- AG können auch schon viele andere Schülerinnen und Schüler vom Labor profitieren. Der Plus- Kurs „Mobile Life“, die Informatikkurse der Oberstufe oder die Band sind nur einige Beispiele, die bereits auf das Angebot zurückgreifen. Im kommenden Schuljahr sollen dann weitere Kurse und AG’s von den Maschinen profitieren können. Ein P-Seminar und ein W- Seminar in Informatik sind bereits angelaufen  und auch die Fachschaft Physik sowie die Biologen möchten sich beteiligen.  StD Pfadenhauer ist bereits dabei mit seinem Seminar eine CNC-Fräse zu planen und die neuen MINT- Förderkurse löten und bauen sich auch schon warm.

Für die nahe Zukunft werden neben der Betreuung und der Pflege der Technik weitere Aufgaben auf die Labor- Truppe zukommen. Die richtige Präsentation, Sponsorenwerbung, Ausbau des technischen Angebots, wirtschaftliche Pflege, …. es gibt viel zu tun! Aber wir blicken freudig in die Zukunft und die neuen Herausforderungen und hoffen, viele Jugendliche von der Technik begeistern zu können!