„Menschen laufen für Menschen“ am Frankenwald-Gymnasium

 

„Es gibt keine erste, zweite oder dritte Welt! Wir leben alle auf ein- und demselben Planeten, für den wir gemeinsam Verantwortung tragen!“ Als Ulrich Zeuß, ehemaliger Sportlehrer am Frankenwald-Gymnasium, diese Worte an seiner ehemaligen Wirkungsstätte äußert, lauschen ihm andächtig und nachdenklich zugleich etwa 20 Vertreterinnen und Vertreter der drei 6. Klassen am FWG.

 

Sie alle haben die dahintersteckende Botschaft, die ursprünglich von Karl-Heinz Böhm und somit vom Gründer der Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ stammt, verstanden. Denn mit ihrem sportlichen Einsatz hatten sie es im Mai diesen Jahres, damals noch als Fünftklässler, geschafft, insgesamt 3260 Euro für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe und somit für die ärmsten Regionen Afrikas zu erlaufen.

„Laufen für den guten Zweck“ - unter diesem Motto stand nämlich auch im vergangenen Schuljahr der längst zur Tradition gewordene Spendenlauf "Menschen laufen für Menschen" am Frankenwald-Gymnasium, der für die 5. Klassen wieder zu einem kombinierten Erlebnis aus sportlicher Bewegung und sozialem Engagement wurde. Ein echter Höhepunkt dieser Veranstaltung war nun die Scheckübergabe an die „Karlheinz Böhm Äthiopienhilfe“ in der Pausenhalle des Frankenwald-Gymnasiums. Dass dabei die stolze Summe von 3260 Euro zusammenkam, machte neben den Schülerinnen und Schülern auch Schulleiter Harald Weichert stolz. „Seit 1995 nimmt unsere Schule unter der Organisation von Herrn Zeuß an diesem Projekt teil, und ich bin mir sicher, dass ihr mit diesem Einsatz sehr viele Kinder Äthiopiens glücklich macht“, so der Oberstudiendirektor. Damit die Veranstaltung weiterhin den „nötigen langen Atem“ hat, wird zukünftig Oberstudienrätin Sylvia Hanke die Organisation des Spendenlaufs übernehmen, Ulrich Zeuß wird aber für sie ein entscheidender Ansprechpartner bleiben. Von ihm und Ute Weidenhammer als Mitglieder der Ortsgruppe "Menschen für Menschen" erfuhren die jungen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, was mit dem von ihnen gesammelten Geld passieren wird. Ulrich Zeuß und Ute Weidenhammer versicherten den zielgerichteten Einsatz der erlaufenen Spendengelder: „Egal ob für Krankenhäuser, Schulen, Straßen oder die Ausbildung von Fachkräften vor Ort: Wir garantieren euch, dass jeder Euro sinnvoll eingesetzt wird, damit sich die Menschen dort auch langfristig selbst helfen können“, so die beiden Ehrenamtlichen.

Am 12. Juli hatten sich die Schülerinnen und Schüler der drei 5. Klassen des FWG gleich mehrfach auf die drei Kilometer lange Runde zwischen Festungswald und Dörfles gemacht. Manch einer lief dabei sogar bis zu 20 Kilometer. „Jeder Kilometer für einen guten Zweck“ – unter diesem Motto liefen die Schülerinnen und Schüler auch dank der von ihnen abgegebenen Sponsorenliste gegen die Armut und verknüpften somit freiwillige, körperliche Anstrengung sehr bewusst mit Gedanken wie Wassernot, hungernde Kinder, landwirtschaftliche Ausbildung und dem wichtigen Spendenziel „Hilfe zur Selbsthilfe“.

-mts-