Bierkopf, Computer und Jugend forscht

 

Jeder ist sich heutzutage bewusst, welche Bedeutung Computer in unserem Leben haben. Sehr viel weniger wissen, wie ebenjene Computer all das vollbringen können, was heutzutage an Kommunikation, Organisation und Vernetzung alltäglich ist.

Und genau ein Schüler hat sich mit der Frage beschäftigt, ob ein Computer nicht auch lernen könnte, auf sinnvolle Weise „Bierkopf“ zu spielen.

 

Wer jetzt stutzt, tut dies zu Recht, denn neben Welthandel, Internetkommunikation und Datenspeicherung ist Bierkopf spielen keine weltbewegende Fähigkeit.

Was Matthias Müller im Rahmen seiner Oberstufenseminare untersuchte, ist allerdings sehr viel mehr als ein geselliges Kartenspiel.

Sein Schwerpunkt lag auf dem maschinellen Lernen, also der Frage, ob er einen Computer so programmieren kann, dass dieser selbstständig lernt und sich dabei kontinuierlich verbessert.


Der fachliche Hintergrund der neuronalen Netze ist dabei ebenso wichtig wie die Programmierfähigkeit und natürlich entsprechende Rechenpower. Und so liefen an manchem Wochenende die Computerräume heiß, wenn der Abiturient mal eben ein paar Tests seiner Programme berechnen ließ.

Am Ende hatte er nicht nur geschafft ein Programm zu schreiben, dass sich selbst weiterentwickelt, er konnte bei Jugend forscht auch die Fachjury von seiner Arbeit überzeugen und konnte sich über den 2. Platz im Bereich Informatik freuen. Wer also demnächst in geselliger Runde Bierkopf spielt, sollte sich vor Matthias Algorithmus in Acht nehmen!