Sorry, wir hatten Biber.

 

Einmal im Jahr ist das eine gelungene Entschuldigung, wenn man zum Unterricht einige Minuten zu spät kommt. Denn was dem Mathematiker sein Känguru, ist dem Informatiker sein Biber.

Wie seit Jahren, haben auch in diesem Schuljahr wieder viele Schülerinnen und Schüler des FWG am deutschlandweiten Informatik- Biber Wettbewerb teilgenommen und sich auf anschauliche Weise mit Problemen der Programmierung, der theoretischen Informatik und des Datenschutzes beschäftigt.

 

Wenn der Biber möglichst wenige Bäume fällen möchte um sein Revier angemessen fluten zu können, stecken dahinter Algorithmen zur Graphentheorie wie sie etwa auch von Navigationssystemen genutzt werden. Und wenn eine BiberApp entscheiden soll, welches fotografierte Gesicht lächelt, dann ist dahinter die Mustererkennung von Gesichtsmerkmalen versteckt, wie sie von Sicherheitskameras auf Flughäfen oder in öffentlichen Gebäuden genutzt wird.

Aufbereitet nach Klassenstufen konnten die Schüler alleine oder in 2er Teams im Informatikunterricht bibern was die Tastatur aushält und auch wenn gerade die höheren Jahrgangsstufen so manches mal über die comichafte Aufbereitung lächeln, in den folgenden Pausen konnte man überall heftige Diskussionen darüber hören, welche Lösung schneller oder besser zu einem Ergebnis führt.

Über 340.000 Schüler nahmen alleine in Deutschland in diesem Schuljahr am Biber- Wettbewerb teil, der mittlerweile viele internationale Kollegen bekommen hat.

Umso erfreulicher ist es, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche FWG´ler mit einem Preis geehrt wurden. 2 Schüler schafften gar einen fehlerfreien Durchlauf mit voller Punktzahl. Und auch unter den jüngsten (Jahrgangsstufe 5 und 6) gab es schon eifrige Informatiker, die ganz ohne große Vorkenntnisse ihr Talent zum logischen Denken und zum Programmieren bewiesen haben und sich ebenso über ihren Preis freuten wie die 12.Klässler, die „alten“ Biber- Hasen, die natürlich schwierigere Aufgaben zu lösen hatten, dies aber mit der gleichen Verbissenheit taten, wie die Biber- Debütanten.

Ein erstes Mal war es auch für Schulleiter Harald Weichert, der es sich nicht nehmen ließ, die Preisträger persönlich zu beglückwünschen und sich bei einem Müsliriegel auch gerne über die ein oder andere Biber- Aufgabe informierte.