„So ein Tag, so wunderschön wie heute ...“

Die SMV des Frankenwald-Gymnasiums veranstaltet erstmalig in der 40jährigen Geschichte des FWG einen „Schulball“ in der Zweifachturnhalle am Schulzentrum. Beteiligung und Resonanz fallen dabei derart positiv aus, dass diese Veranstaltung wohl in Zukunft ihren festen Platz im Terminkalender des FWG finden wird.

Es war ein Abschlussbild, das auch den alt gedienten Lehrkräften am Frankenwald-Gymnasium Gänsehaut bereitete: Knapp 250 in schicker Abendgarderobe gekleidete Schülerinnen und Schüler nehmen sich nach vier Stunden gemeinsamen Tanzens an den Händen und singen begeistert „So ein Tag, so wunderschön wie heute; so ein Tag, der dürfte nie vergehen!“ Doch nicht nur das imposante Schlussbild des 1. Schulballs, sondern vor allem das Ambiente des gesamten Abends sorgte für ein unvergessliches Erlebnis am 40. Geburtstag des Frankenwald-Gymnasiums.

 

Besonders an den Gesichtszügen der drei Zehntklässler Lea Schütz, Sophia Schütz und Paula Kukowski war abzulesen, welch ein großartiger Erfolg der 1. FWG-Schulball war. Die drei Mitglieder des Arbeitskreises „Aktion“ waren hauptverantwortlich dafür gewesen, dass es überhaupt zu dieser Veranstaltung für die 8. bis 12. Klassen gekommen war. Denn die Idee des Schulballs hatten die Schülerinnen und Schüler und somit die Schülermitverantwortung (SMV) des FWG schon lange im Blick. Was fehlte, war die konkrete Umsetzung dieses Projekts. „Was Lea, Sophia und Paula im letztem halben Jahr, aber besonders in den letzten Wochen geleistet haben, verdient enormen Respekt. Neben dem Schulalltag so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, hat ihnen unglaublich viel Zeit, aber vor allem auch Nerven gekostet“, resümierte auch Christoph Bauer, 3. Schülersprecher und gemeinsam mit Eva Müller für die Moderation des Abends verantwortlich, unter dem beistimmenden Beifall aller Anwesenden. „Wir sind zunächst ganz schön blauäugig an das Projekt herangegangen und hatten gedacht, dass sich das Ganze relativ schnell organisieren ließe“, so die 15jährige Lea Schütz, die zugleich 2. Schülersprecherin am FWG ist, rückblickend. „Da hatten wir aber noch keine Vorstellung von den dafür nötigen Versicherungen, Eintrittskarten oder GEMA-Gebühren“, räumte ihre Klassenkameradin Paula ein.  „Ohne die aktive und moralische Unterstützung der Lehrkräfte und der Schulleitung wäre der Schulball nicht umsetzbar gewesen“, erläuterte Sophia ein weiteres Erfolgsrezept des gelungenen Abends. Doch auch zahlreiche Helfer des Arbeitskreises „Organisation“ hatten dafür gesorgt, dass es neben einer festlichen geschmückten Turnhalle und einer imposanten Licht- und Musikanlage auch immer etwas für das leibliche Wohl gab.

Der Schulball war somit eine Veranstaltung sowohl von als auch für die gesamte Schulfamilie. Dies wurde nicht zuletzt durch die hohe Anzahl der anwesenden Lehrkräfte unterstrichen, die sich gerne unter das tanzwütige Volk mischten - allen voran Harald Weichert, neuer Schulleiter am FWG, und Christian Pfadenhauer als Mitglied des Direktorats. Die beiden im wörtlichen Sinne „ausgezeichneten“ Tänzer waren zusammen mit ihren Ehefrauen ständiger Gast der Tanzfläche – und dabei niemals allein. „Ich bin einfach nur sprachlos!“, kommentierte Studienrätin Steffi Aust, die zusammen mit Studiendirektor Adrian Ginevrino die SMV bei den zeitintensiven Vorbereitungen begleitet und beraten hatte, den Hochbetrieb auf der Tanzfläche. Vom ersten „Cha Cha Cha“ über den später folgenden „Langsamen Walzer“ bis hin zum „Discofox“ war die Tanzfläche immer gut gefüllt. In den Wochen vor dem Tanzball waren nämlich die wichtigsten Standardtänze im Sportunterricht der Mittel- und Oberstufe eingeübt worden. Am Schulball zeigte sich dann, auf welch fruchtbaren Boden diese Einheiten gefallen waren. Tanz-Muffel fand man an diesem Abend nicht, dafür derart viele elegante Abendkleider und schicke Anzüge, wie man sie an der Schule höchstens bei der offiziellen Abitur-Feier bewundern darf.

Für zusätzliche Abwechslung sorgte das Rahmenprogramm, bei dem unterschiedliche „Show-Acts“ für Beifall sorgten. Und auch hier zeigte sich die Lehrerschaft des FWG sehr engagiert. Beispielweise überraschte Oberstudienrat Heiko Gernlein zusammen mit seiner Tochter Sonja und deren Freundin Kirsten die Schülerschaft mit einer beeindruckenden Stepptanz-Einlage. Die drei Englischlehrkräfte Ute Walter, Ulrike Götz und Susanne Ruckdäschel animierten den gesamten Saal zu einem „Schottentanz“, während Oberstudienrätin Silke Woletz-Bauer ihre Rock’n’Roll-Tanzgruppe und Studienreferndar Marcel Michler seine letztjährige 10. Klasse zum „Jumpstyle“ auf das Parkett baten. Zudem beeindruckten Lea Kotschenreuther und Luisa Burkert-Mazur aus den 9. Klassen mit ihrer Hip-Hop-Tanzgruppe.

Und auch nach dem offiziellen Ende um 22 Uhr sorgten die FWG-Schüler für einen reibungslosen Ablauf. In gerade einmal 90 Minuten verwandelten zahlreiche Helfer den FWG-Tanzpalast wieder zurück in die doch eher triste Turnhalle – allerdings immer mit dem Ziel im Hinterkopf: „Nächstes Jahr wird an selber Stelle wieder getanzt!“
-mts-