Deutsch- und Kunstprojekt der 7b zum Thema „Müll“

Mal ganz ehrlich: Der Blick in die Klassenzimmer der Unter- und Mittelstufe lässt einem manchmal schon die Haare zu Berge stehen. Nicht nur, dass Tische und Stühle häufig wild durcheinanderstehen und der Tafeldienst auch oftmal geschlafen hat – häufig finden sich Papier- und Essensreste, Taschentücher und vieles mehr auf dem Fußboden. Und nicht zuletzt Plastikflaschen. Kein Wunder also, dass sich die Klasse 7b mit ihrer Deutschlehrerin Frau Hanke und Kunstlehrerin Frau Reiter des Themas „Müll und Konsumverhalten“ in einem fächerübergreifenden Projekt genauer annahm.

 

In einer Projektphase von mehreren Wochen erarbeiteten die Mädchen und Jungen in vier Teams die Themenbereiche Plastikmüll, Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung sowie „Billigkleidung“ und kamen dabei zu interessanten Ergebnissen. In selbstständiger Recherche holten sie sich gezielt Informationen aus dem Internet, Broschüren und Zeitungstexten, aber auch in Interviews mit Experten, die sich beruflich in irgendeiner Form mit Müll, Ressourcen, Recycling etc. auseinandersetzen. So wurde beispielsweise Landrat Klaus Löffler zum Thema Recycling im Landkreis Kronach befragt, Vertreter der Firmen Loewe, Logic Glas oder REWE zum Umgang ihrer Unternehmen mit Müll und Wiederverwertung.

Die Ergebnisse der Recherche und Befragungen wurden an sehr aussagekräftigen Schautafeln gesammelt und in kurzen Vorträgen den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5c sowie dem begleitenden Lehrer Herrn Ginevrino und Direktoratsmitarbeiter Herrn Pfadenhauer auf anschauliche Weise vorgetragen. Welche Auswirkungen Müllproduktion und Ressourcenverschwendung auf Mensch, Tier und die ganze Erde haben, wurde auf anschauliche Weise ins Bewusstsein gerufen. Dass dabei der eine oder andere ins Grübeln über eigene Gewohnheiten im Umgang mit Plastik, Kleidung oder Lebensmitteln kam, ist gut möglich.

Doch nicht nur rein informativ, sondern auch kreativ setzte sich die 7b mit Materialien auseinander, die eigentlich im Müll landen würden. Im Sinne des „Re-Design“ entwickelten kleinere Arbeitsgruppen im Kunstunterricht bei Frau Reiter Möglichkeiten, wie man Plastikdeckel, alte T-Shirts, Computerbauteile, Milchkartons und vieles mehr zu neuen Alltagsgegenständen wie Federmäppchen, Sportbeuteln, Kerzenständern oder einfach zu faszinierenden Kunstwerken wie einer Platinenstadt umwandeln kann.

Ein großes Lob erhielt die Klasse Herrn Pfadenhauer, der die Bedeutung des Themas Recycling für die Zukunft ganz besonders hervorhob und die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigte sich auch weiterhin damit auseinanderzusetzen.

Die erstaunlichen Ergebnisse dieser Projektarbeit wurden bis zum Schulfest des FWG im Bereich der Cafeteria im Untergeschoss des Gymnasiums ausgestellt, wo die Besucher ihre Kenntnisse in einem Quiz überprüfen und sich auf die Verlosung von einigen FWG-Coffee-to-go-Bechern, die vom Elternbeirat gespendet worden waren, freuen konnten.

 

Text: Sylvia Hanke

Fotos: Alexandra Reiter