Ein musikalisches Literaturerlebnis am FWG

 

Eine „Zauberflöte“ ertönt mit geheimnisvollen Klängen und entführt die Schülerinnen und Schüler der siebten und elften Klassen des Frankenwald-Gymnasiums am 06.07.2017 für jeweils 70 Minuten aus dem Mehrzweckraum heraus in die Welt der Poesie......In dieser nehmen sie nicht nur die Töne der „Zauberflöte“ wahr, sondern auch die anderer Instrumente, wie Blockflöte, Querflöte, Saxophon, Gitarre oder Keyboard. Die Meister dieser Instrumente heißen Christian Georgi und Detlev Rose. Letzterer ist ebenso Sänger, Liedermacher und Komponist. Bei „Rose und Georgi“ handelt es sich um ein Künstlerduo aus Berlin, das seit der Zeit des gemeinsamen Studiums an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zusammenarbeitet. Beide haben verschiedene Programme entwickelt, welche sie in ganz Deutschland präsentieren.

 

Zu Beginn ihres Besuches am Frankenwald-Gymnasium begrüßte StD Christian Pfadenhauer die Künstler und wünschte den SchülerInnen viel Vergnügen beim Zuhören der außergewöhnlichen Kombination aus Musik und Literatur. Zunächst verzauberten „Rose und Georgi“ die SiebtklässlerInnen mit ihrem Programm „Der Handstand auf der Loreley“, das sich mit Balladen beschäftigt. In einer Mischung aus gesprochenen und gesungenen Balladen stellten die Musiker diese Literaturgattung vor, welche lyrische und epische Elemente vereint. Als Beispiele für die dargebotenen Balladen sollen „König in Thule“ von Johann Wolfgang von Goethe oder „Ballade in U-Dur“ von Detlev von Liliencron genannt werden. Schließlich durfte auch „Der Zauberlehrling“ von Goethe nicht fehlen. Dieser wurde musikalisch sehr anschaulich untermalt, so dass die Zuschauer sich die immer größer werdenden Wasserfluten bildlich vorstellen konnten. Die SchülerInnen wurden auf vielfältige Weise zum Mitmachen animiert. So bekamen sie die Gelegenheit, Reime und Verse mitzusprechen und ebenso ihre schauspielerischen Künste zu zeigen.

Im Anschluss an die Balladen präsentierten die Künstler ihre „Reminiszenzen an Heinrich Heine“. „Loreley“, „Die schlesischen Weber“, „Dieses ist Amerika“ oder „Sie saßen und tranken am Teetisch“; dies sind Beispiele für Gedichte und Texte Heines, welche „Rose und Georgi“ vorstellten. Dabei gelang es den Musikern, die politische Lyrik und die Liebeslyrik Heines zu verbinden und gleichzeitig zu zeigen, wie vielschichtig und facettenreich der Dichter gearbeitet hat. Belohnt wurden die Künstler mit einem kräftigen Applaus sowohl vom jüngeren als auch vom „älteren“ Publikum.

Die musikalische Reise, auf welche die Zuhörer mitgenommen wurden, bot Unterhaltung und Vergnügen sowie Anreiz für die weitere Beschäftigung mit Literatur.

 

Carolin Hofmann, Sylvia Hanke und Eva Fugmann