Frankenwald-Gymnasium
Kronach
Fördern - Werte - Gemeinschaft

„Für mich fühlt sich das heute schon wie Weihnachten an!“ Derart euphorisch äußerte sich Ulrich Zeuß, ehemaliger Sportlehrer am Frankenwald-Gymnasium, als er in dieser Woche an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrte. Immerhin durfte er dort einen Scheck in Höhe von 3533 Euro entgegennehmen, der für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ bestimmt ist.

 

Grund für die beachtliche Summe war der alljährliche Spendenlauf am FWG, bei dem

die Fünftklässler bereits im Juli an den Start gegangen waren, um durch jede gelaufene Runde einen Spendenbetrag für notleidende Menschen in Äthiopien zusammenzubekommen. Neu war in diesem Jahr, dass nicht nur die jüngsten Schülerinnen und Schüler, sondern auch die gesamte sechste und siebte Jahrgangsstufe an diesem Ereignis beteiligt waren. Innerhalb von drei Stunden durchliefen die Mädchen und Jungen einen Rundkurs über das Schulzentrum von ca. 800 Metern, auf dem sie insgesamt über 2300 Runden schafften.

Anders als in den Vorjahren war diesmal auch, dass die Läuferinnen und Läufer mit Hilfe einer kleinen Ausstellung ausführlich über die Lebensbedingungen der Menschen in Äthiopien informiert wurden. Die damalige 7a hatte sich dazu in stundenlanger Vorbereitung mit verschiedenen Themenbereichen wie Medizin, Bildung, Finanzen, Wasserversorgung und Landwirtschaft befasst und aussagekräftige Schautafeln erarbeitet und Kurzfilme ausgewählt, die die Problematik vor Ort, aber auch die Projekte der Stiftung „Menschen für Menschen“ veranschaulichten. Nahezu unvorstellbar war für die Kinder dabei, dass in Äthiopien auf 100.000 Menschen im Durchschnitt drei Ärzte kommen oder dass Kinder kilometerlange Wege zurücklegen müssen, um an sauberes Wasser zu kommen. Insofern verschaffte gerade das Laufen für den guten Zweck auch einen kleinen Einblick, wie anstrengend der Alltag speziell für Kinder in einem Land wie Äthiopien ist.

Ein besonderer Fokus lag auch auf der Verwendung der Spendengelder. 50 Schulbücher kosten in Äthiopien etwa 100 Euro, für 12 Euro kann eine gebärende Frau von einer ausgebildeten Hebamme betreut werden. „Was für uns „Peanuts“ sind, kann in Äthiopien Leben verändern oder retten und Zukunftsperspektiven bieten“, so Oberstudienrätin Sylvia Hanke, die den Spendenlauf am FWG organisiert hatte. Somit wurde schnell klar, dass das erlaufene Geld jede Menge bewirken kann, und es galt das Motto „Jeder Euro zählt“.

 

In dieser Woche wurde nun schließlich die Überweisung an die Karlheinz-Böhm-Stiftung abgeschlossen. Die Klasse 6a hatte, damals noch als 5a, den größten Spendenbetrag zusammenbekommen und übergab stellvertretend für alle Läuferinnen und Läufer in dert Pausenhalle des FWG einen symbolischen Scheck an Ulrich Zeuß, der den Sponsorenlauf jahrelang am FWG organisiert hatte und in diesem Jahr erstmals als aktiver Läufer dabei sein konnte. Schulleiter Harald Weichert bedankte sich bei Sylvia Hanke für die Organisation des Spendenlaufes, allen voran aber bei den lauffreudigen Schülerinnen und Schülern und deren Sponsoren für das großartige Engagement.

-mts-

 

 

 

 

 

 

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