Frankenwald-Gymnasium
Kronach
Fördern - Werte - Gemeinschaft

   

„save the date“ – Samstag, 21. März 2020

Informationsveranstaltung zum Übertritt ans Gymnasium

 

Das Frankenwald-Gymnasium öffnet am Samstag, den 21. März, ab 9 Uhr seine Pforten zu der alljährlichen Informationsveranstaltung über den möglichen Übertritt an das Gymnasium. Dabei sind sowohl die Eltern als auch die Kinder recht herzlich eingeladen, Schulhaus und Schulleben am FWG näher kennen zu lernen und sich aus erster Hand über das vielfältige Angebot der Schule zu informieren. Dabei besteht auch die Möglichkeit, mit Lehrkräften, Schülerschaft und Eltern ins persönliche Gespräch zu kommen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Gemeinsamer Treffpunkt ist um 9.00 Uhr die Pausenhalle des Gymnasiums. Von hier aus werden die Kinder von den Tutoren des FWG zunächst durch das Schulhaus und dann in die Sporthalle geführt, um dort ein eigenes Programm zu absolvieren, bei dem Sportbekleidung und Sportschuhe empfohlen werden. 

Nach dem einführenden Vortrag erkunden die Eltern in geführten Kleingruppen das Schulhaus und das pädagogische Angebot am FWG. Gegen 11.45 Uhr gehen die Eltern dann gemeinsam in die Sporthallen, um dort eine kleine Vorführung bestaunen zu können. Die Veranstaltung wird gegen 12 Uhr beendet sein.

 

Zusätzliche Informationen zum offenen Ganztagesangebot am FWG gibt es am 7. Mai 2020 im Rahmen eines Elternabends.

 

 

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In der Zeit von 1945 bis 1989 suchten 4,9 Millionen Flüchtlinge aus dem kommunistischen Machtbereich der DDR ihre Freiheit im Westen. Einige von ihnen nahmen sogar das Todesrisiko der Fluchten über die innerdeutsche Grenze auf sich. Diese Grenze teilte nicht nur Deutschland in die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland, sondern auch das kleine Dorf Mödlareuth, das von den Amerikanern auch „Little Berlin“ genannt wurde, entlang des Flusses Tannbach.

 

Die drei 10. Klassen besuchten am 8. Juli 2019 gemeinsam mit OStR Heiko Gernlein und StR Christian Roegner das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth.

 Als Einstieg wurde ein Kurzfilm über das Alltagsleben an der Grenze mit Eindrücken und realen damaligen Filmausschnitten gezeigt.

 In zwei Gruppen aufgeteilt wurden anschließend die Schulklassen über das Außengelände geführt. Dort erfuhren sie, was die Grenze mitten durch das Dorf für die Bewohner bedeutet hat und noch immer bedeutet. Schockiert waren die Schüler und Schülerinnen über die grausamen Vorkehrungen des Staatsregimes der DDR, um Flüchtlinge aufzuhalten. So wurden zum Beispiel Hundelaufanlagen mit angeketteten hungrigen Tieren im Grenzbereich eingesetzt. Millionen Minen waren so empfindlich gebaut, dass sogar kleine Kinder verletzt werden sollten. Grenzzäune wurden mit SM-70- Selbstschussanlagen ausgestattet, die etwa hundert scharfkantige Stahlsplitter verschossen und Flüchtlinge schwer oder tödlich verletzten. Außerdem wurde die Grenze von zahlreichen Beobachtungstürmen aus und Grenzposten streng überwacht.

 Zum Abschluss besichtigten die Schüler und Schülerinnen selbstständig Museum und  Fahrzeugausstellung mit „Trabant Kübel“ (= für militärische Zwecke umgebauter Pkw Trabant), anderen Grenzfahrzeugen der DDR sowie der BRD, Panzer und Hubschrauber.

 Die anschauliche Ausstellung und Führung über das Außengelände ließen einen gedanklich leicht in den Alltag der früheren Mödlareuth-Bewohner eindringen. Beeindruckt und ergriffen von der nachwirkenden Realität der deutschen Geschichte fuhren die Schulklassen zurück nach Kronach.

 

Text und Foto: Liese Schultheiß, 10a