Frankenwald-Gymnasium

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Exkursion der 10. Klassen zur AUDI AG in Ingolstadt

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Der Bericht wurde von Antonia Weber verfasst. Die Schülern besucht die 10. Klasse des Frankenwald-Gymnasiums und ist Mitglied im Arbeitskreis „Journalistisches Schreiben I“

Kronach. Jeder Mensch hat die Sehnsucht inne, etwas Einzigartiges zu verwirklichen. Was vielen womöglich als eine Utopie erscheint, ist August Horch aber wahrhaftig gelungen. Denn einst gründete der deutsche Pionieringenieur im Jahre 1899 die Horch & Cie. Motorwagen Werke, die sich später zu einem der wohl bedeutendsten Unternehmen der heutigen Zeit entwickelt haben, der Audi AG. Aufgrund dieses globalen Stellenwerts unternahmen die Klassen 10b und 10c des Frankenwald-Gymnasiums zusammen mit den Lehrkräften StRin Susanne Ruckdäschel sowie StR Bastian Lechner eine Studienfahrt zum Global Player Audi, dessen Hauptsitz in Ingolstadt liegt.

 

Nach einer circa dreistündigen Fahrt inklusive Stauverzögerung trafen die schon im Vorfeld durch die Unterrichtvorbereitung bestens informierten Schüler in der zweitgrößten Stadt Oberbayerns am Vormittag ein. Bevor jedoch die eigentliche Führung begann, wurden die Klassen anhand eines zehnminütigen Films zur Firmenhistorie zum Thema hingeführt. Die darauf folgende Besichtigung des Museum war hauptsächlich von der Automobilgeschichte des Unternehmens geprägt, die äußert prägnant von Fachkräften erläutert wurde. Auch im Hinblick auf die Lage des Automobilunternehmens, dessen Tradition tief in Bayern verwurzelt ist, war es äußert interessant, die Entstehung der Audi AG nachvollziehen zu können. Früher existierten nämlich nur die Horch & Cie. Motorwagen Werke, aber als August Horch das Unternehmen aufgrund von Differenzen im Jahre 1909 verließ, erstrebte er die Gründung eines zweiten Automobilunternehmens. Allerdings war der Firmenname „Horch“ nun leider bereits vergeben und letztendlich beschloss er den Wortspiel-prächtigen Namen „Audi“ zu übernehmen, der aus dem Lateinischen entstammt und nichts anderes als die Übersetzung von „Horch“, also dem lateinischen Imperativ des deutschen Wortes „höre!“, darstellt. Doch so entstand immer noch nicht die heute allseits bekannte Audi AG. Erst durch den Zusammenschluss der vier damals noch unabhängigen Unternehmen Horch, Audi, Wanderer und DKW bildete sich das Fundament der Audi AG und somit auch das Firmenlogo, die vier ineinander verschlungenen Ringe. Man behielt allerdings die Markenbezeichnungen bei und teilte den jeweiligen Unternehmen ein entsprechendes Marktsegment zu: DKW war für Motorräder und Kleinwägen, Wanderer für Automobile der Mittelklasse, Audi für Automobile im gehobenen Mittelklassensegment und Horch für Luxusautomobile der Oberklasse zuständig. Bis zum heutigen Tag ist das Unternehmen sowohl für Kunden als auch Investoren und Arbeitnehmer attraktiv. Mit einer hohen Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg versprechender Unternehmensstrategie, die sich vor allem im umweltbewussten Denken äußert, scheint es nicht das ehrgeizige und vorausschauende Naturell des Gründers verloren zu haben.

Besonders beeindruckend war die Tatsache, dass jegliche Exponate im Museum in tadellosem Zustand waren und außerdem alles bis ins kleinste Detail dokumentiert war. Von Rallye Autos, Prototypen, bis hin zu den eigentlichen Serienfahrzeugen konnte die gesamte Produktionspalette betrachtet werden. Auf die anschließende Mittagspause folgte schließlich eine Werksführung, die die komplette Produktion umschloss. Einige Stationen waren dabei unter anderem das Presswerk, der Karosseriebau, die so genannte „Hochzeit“ und die Endkontrolle. So konnte vor Ort die komplette Fertigung des Audi A3 besichtigt werden. Dabei gewannen die Schüler einen Eindruck vieler im Zuge des WSG-W Lehrplanes vermittelten Unterrichtsinhalte. Mit diesem wahrscheinlich aufregendsten und faszinierendsten Teil der Betriebserkundung, der die zuvor erhaltenen Informationen mit individuellen Sinneseindrücken abrundete, endete die Studienfahrt nach der Rückfahrt am Abend.

-awe-