
Was die Abiturientin neben dem Preisgeld mindestens genauso freute, war aber die damit verbundene Anerkennung ihrer Leistung. Denn neben der ohnehin maximalen Ausbeute bei der Bewertung durch ihren Physik-LK-Leiter Helmuth Meier erhielt Lisa Gareis damit auch das höchste Lob von wissenschaftlicher Seite. In der Jury saßen immerhin die Physikprofessoren der bayerischen Landesuniversitäten in Augsburg, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München (LMU und TU), Regensburg und Würzburg. Diese Jury kam zu dem Entschluss, dass Lisa Gareis’ Facharbeit aufgrund der vorbildlichen Verbindung von theoretischer Darstellung in wissenschaftlicher Form und experimenteller Bearbeitung nach den Anforderungen forschender junger Menschen die Auszeichnung absolut verdient hatte.
Gleiches empfand auch Kursleiter Helmuth Meier, weshalb er die Facharbeit eingereicht hatte. Dabei besticht die Arbeit durch die Kombination einer vorbildlichen Umsetzung eines eigentlich simplen Prinzips. Beim Stirlingmotor handelt es sich nämlich um eine Wärmekraftmaschine, bei der die Wärme in mechanische Energie umgewandelt wird und die im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren eben nicht auf fossile Brennstoffe zurückgreifen muss. Als Wärmequelle dient z.B. die Sonne. Weitere Vorteile liegen in der vielseitigen Einsetzbarkeit und im relativ leichten Aufbau.
Das für die Facharbeit erforderliche Modell kostete Lisa Gareis weitere 60 Stunden Handarbeit, doch das Modell zeigt im Kleinen, was im Großen möglich ist. Für die physikalischen Untersuchungen reichte aber das Modell nicht aus: „Da musste schon etwas Größeres her“, erklärte die Abiturientin. Deshalb knüpfte sie den Kontakt zur Universität Erlangen-Nürnberg, wo sie mit einem Modell eines Stirlingmotors experimentieren durfte.
Überrascht vom Urteil der Jury war Lisa letztendlich dann doch, immerhin konnten bayernweit Mitglieder aus etwa 280 Physikleistungskursen teilnehmen. „Unter einem so großen Feld unter die ersten zehn Preisträger zu kommen, ist nicht nur für Lisa sondern auch für unser kleines Gymnasium ein toller Erfolg“, erklärte Schulleiterin Ursula Fritzsche stolz.
Einen Verwendungszweck für ihr Prämie von 500 Euro hat die Abiturientin aus Neuengrün auch schon – und natürlich hat dies etwas mit ihrer großen Leidenschaft zu tun: Demnächst wird sie in Kaiserslautern ihr Physikdiplomstudium antreten.





