Frankenwald-Gymnasium

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P-Seminar stellt "Journalistischen Wochenkalender 2012" vor

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Die 15 Schüler des Seminars "Journalistisches Schreiben" am Frankenwald-Gymnasium (FWG) haben einen Kalender herausgebracht. Sie haben nicht nur die Texte selbst geschrieben, sondern das komplette Layout gestaltet, Fotos gemacht und Sponsoren gesucht.

Wie viele Leute mitgemacht haben? "16", gibt Daniel Hering aus der Oberstufe des FWG die Antwort. 16, das sind 15 Schüler plus ein Lehrer. Der wird kurzerhand zur Gruppe dazugezählt. Das ist kein Zeichen von mangelndem Respekt, sondern von Wertschätzung. "Es war in der Tat arbeiten auf Augenhöhe", sagt Matthias Schneider, betreuende Lehrkraft des Projekt-Seminars "Journalistisches Schreiben". Gleich am Anfang sei ihm klar geworden: Vor ihm sitzen Macher. "Als es an die Themensuche ging, dachte ich an eine Broschüre über Kronach. Aber die Schüler sagten gleich: ,Nö, das ist uns zu langweilig.'" Also setzten sich die Teilnehmer des Projektseminars zusammen und überlegten sich ein anderes Thema: Ein Wochenkalender sollte es werden, mit selbst geschriebenen Artikeln, selbst fotografierten Bildern und einem starken, ebenfalls selbst entworfenen Layout. Der Lehrer war sofort begeistert. Damit die Kreativität der jungen Köpfe nicht sinnlos in alle Richtungen sprudelte, haben die Schüler vier Projektgruppen gebildet: Redaktion, Marketing, Layout/Technik und Zeitmanagement. Rückblickend betrachtet hat alles gut funktioniert. "Vor einer Stunde wurden die letzten Kalender gedruckt, das Zeitmanagement hat geklappt", sagt Felix Zimmerlein bei der Präsentation und grinst. Gemeinsam mit sieben weiteren Schülern aus dem "Journalistisches Schreiben"-Seminar hat er den Kalender am Freitag im Frankenwald-Gymnasium vorgestellt.

Die Vertreter der vier Projektgruppen erzählten jeweils kurz, für welche Arbeiten sie zuständig gewesen waren und welche Schüler bei ihnen in der Gruppe mitgemacht haben. Im Falle der Layout/Technik-Gruppe haben zwei Jungs die Computer-Maus geschwungen und für einen flippigen Hochglanz-Auftritt des Kalenders gesorgt. Im Feld der Reporter waren dagegen schon deutlich mehr Schüler vertreten. Die haben nicht etwa nur einfache Berichte geschrieben. Ann-Kathrin Fischer aus Steinberg hat zum Beispiel einen Artikel verfasst, der sich mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschäftigt. "Beim Einstieg läuft es einem kalt den Rücken runter, weil man nicht weiß, wohin die Geschichte geht", kommentiert Lehrer Matthias Schneider. Die Autorin selbst erklärt, warum das so ist: "Ich habe im Reportage-Stil geschrieben." Dabei ist sie nah dran an den Menschen, erlebt ihre Geschichte mit. Sie steht sozusagen neben dem Polizisten, der einen der späteren Attentäter durchwinkt. Und dann wechselt sie in die Perspektive genau dieses Attentäters. Die ganze Geschichte basiert auf einer intensiven Quellenrecherche im Internet und in Zeitungsarchiven. Ganz anderes Material hatte Melissa Bauer aus Unterrrodach zwischen den Fingern - beziehungsweise im Kopf. Sie hat eine Glosse geschrieben, ein Meinungsbeitrag in überspitzter oder ironisierender Form mit Pointe am Schluss. Bei ihr geht es, passend zum Weltfrauentag am 8. März, um das Verhältnis von Mann und Frau. Wo sie dafür recherchiert hat? "Naja, ich hatte gleich ein paar Klischees im Kopf. Dann hab ich an meinen Alltag gedacht, wie das so ist mit den Jungs, und los geschrieben." Die Jungs aus dem Projektseminar fanden es "ein bisschen übersteigert, aber lustig", sagt sie. Ebenfalls ein paar Lacher hatte Sandra Schnappauf sicher. Sie hat einen Dialekttext geschrieben. "Der Dialekt gehört bei uns einfach dazu. Da kann man doch auch mal so schreiben." Anhand einer ganz bestimmten Mundart mussten die Zuhörer bei der Präsentation erkennen, von welchem Ort ihr Artikel handelt. Ein paar historische Tipps gab es als Hilfestellung dazu. Nach diesen drei Kostproben war deutlich zu spüren, dass das Publikum gerne noch mehr gehört hätte. Aber alle drei Autorinnen schlossen lächelnd ihren Vortrag mit dem Satz: "Wer mehr lesen will, muss den Kalender kaufen."
Den Kalender gibt es am Unicef-Stand auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt, in der Buchhandlung "Lesezeichen", im Sekretariat und auf dem Weihnachtsbasar des Gymnasiums sowie im Nachhilfeinstitut Heide Franz. Er kostet zehn Euro.