
Der europäische Wettbewerb “The Big Challenge” für Lernende der Fremdsprache Englisch erfreut sich in den Teilnehmerländern Frankreich, Spanien und Deutschland von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. Nachdem der Wettbewerb im vergangenen Jahr eine gelungene Premiere gefeiert hatte, wurde der abwechslungsreiche Test auch 2010 am FWG wieder von Studienrätin Annika Schatz organisiert. Am 6. Mai 2010 hatten sich demnach 257 Fünft- und Sechstklässler des FWGs unter den insgesamt 644.000 (davon 277.000 aus Deutschland) Teilnehmern befunden. Sie starteten in einem Teilnehmerfeld von 175.000 Schülern in der Kategorie “Marathon” (nicht-muttersprachliche Gymnasiasten). Dabei galt es, in 45 Minuten 54 Multiple-Choice Fragen in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu Wortschatz, Grammatik, Aussprache des Englischen und zu kulturellen Themen zu beantworten.
So mussten die Schüler der fünften Jahrgangsstufe (Level 1) beispielsweise das richtige Gegenteil zu dem Adjektiv „expensive“ wissen, für einen bestimmten Satz die korrekte Verbform auswählen, entscheiden, welches Wort sich nicht auf ein bestimmtes anderes reimt, wie ein bestimmter feststehender Ausdruck oder das passende Fragewort lautet, oder beantworten, welche aus einer Reihe von Städten nicht im United Kingdom liegt, oder wer der wichtigste Politiker in Großbritannien ist. In Level 2 wurde von den Sechstklässlern verlangt, das richtige vierte Wort einer Wortfamilie zu bestimmen oder das passende Adjektiv in einem Satz zu wissen, welche feststehenden Wendungen man zum Beispiel verwendet, wenn jemand eine Prüfung schreibt oder wie man sich ausrückt, wenn man die Eltern eines Freundes erstmals trifft. Im Bereich Grammatik ging es um die richtige Verwendung der Zukunfts- und Vergangenheitsformen des Verbs und die korrekten Formen der unregelmäßigen Verben. Landeskundliches Wissen wurde ebenfalls abgefragt.
Man musste schon ein breites Wissen zeigen, um zu einer hohen Punktzahl zu gelangen. Aber die Anstrengung sollte reich belohnt werden: Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde und einen Teilnehmerpreis und die ersten 50 jedes Jahrgangs zusätzlich Hausaufgabenhefte und Lektüren. Die drei besten jeder Klasse und die Top 10 jedes Jahrgangs gewannen Sonderpreise wie verschiedene Wörterbücher, e-Wörterbücher, Atlanten, Sprachspiele, CD-Roms mit Lernprogrammen und Rätselprogrammen und bekamen diese bei einer schulinternen Preisverleihung durch den stellvertretenden Schulleiter Johann Püttner überreicht.
Unter den vielen guten Ergebnissen dieses Jahr war besonders die Einzelleistung des FWG-Jahrgangssiegers der 5. Klassen, Jonas Angles (5c), hervorzuheben. Mit seinen 321 von möglichen 350 Punkten erreichte er in Level 1 (1. Lernjahr) Rang 37 in Bayern (von 9517 Teilnehmern) und 103 in Deutschland (von 47.958). Aber auch das gute Abschneiden aller FWG-Schüler war bemerkenswert: Die Fünftklässler lagen wie die Sechstklässler weit über dem nationalen Durchschnitt. Dabei wurde obendrein ein Vorurteil entkräftet. Denn nachdem 2009 in beiden Jahrgängen die Mädchen die Sieger stellten, standen 2010 mit Jonas Angles und Jannis Köstner zwei Jungs an der Spitze - von wegen Sprachen seien “nur etwas für Mädchen, nichts für Jungs!”
Außerdem zeigte sich, dass die leistungsstärkeren Schüler die Herausforderung, sich klassenübergreifend im Jahrgang bzw. auch mit Konkurrenten aus ganz Bayern und Deutschland zu messen, gerne annahmen. Und auch diejenigen, die aufgrund von Nervosität und Notendruck bei Schulaufgaben eher mittelmäßig bis schlecht abschneiden, erzielten teils überraschend positive Ergebnisse, sodass letztendlich jeder Teilnehmer ein Gewinner war..
Annika Schatz






